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Fast and the Furious: Tokyo Drift beinhaltet all jene Elemente, die für seine Vorgänger Erfolg bedeuteten: Geschwindigkeit, Sex und wenig Dialog. Die Handlung bedarf keiner Erklärung, es handelt sich um eine rasante Aneinanderreihung von Auseinandersetzungen und Pattsituationen, die als Vorwand dafür dienen, den Zuschauer von einem Autorennen zum nächsten zu führen. Tokyo Drift beschreibt man am besten als ein visuell umgesetztes Gedicht über quietschende Reifen, krachendes Fiberglas und geschmeidige weibliche Haut, untermalt von einem krachigen Soundtrack aus japanischem Pop und Hip-Hop. Die Schauspieler werden nur für extreme Nahaufnahmen von zusammengekniffenen Augen und schwitzigen Händen, welche Gangschalthebel umklammern, gebraucht, obwohl Sung Kang (Better Luck Tomorrow) als leicht philosophisch angehauchter Ganove mit cooler Ausstrahlung hervorsticht. Die geschwungenen Kurven der Autos und die üppigen Formen der Frauen wurden beide aus einem fetischistischen Blickwinkel fotografiert. Das "Driften" bei den Autorennen – wenn Autos seitlich ausbrechen, um bei hohen Geschwindigkeiten scharfe Kurven fahren zu können – fällt einem sofort ins Auge: es besitzt eine seltsame, gespenstische Schönheit, wenn man eine Reihe von Autos dabei beobachtet, wie sie nachts am Rand einer bergigen Straße entlangschlittern. Es spielen auch Lucas Black als unser schleuderfreudiger Held, Bow Wow als kleiner schlagfertiger und witziger Gauner und die Kampfsport-Legende Sonny Chiba (Kill Bill) als mächtiger Yakuza. --Bret Fetzer Wenn Sie die ersten beiden Teile kennen, dann können Sie sich sicher auch denken, worum es in der Fortsetzung geht. Aber worum sich die Story dreht, ist ja sowieso nicht wirklich von Belang, denn Hauptsache es quietscht, kracht und dröhnt möglichst deftig und das tut es wahrhaftig. Denn nicht nur die Actionszenen sind gespickt voll mit optischen wie akustischen Highlights, die jedem Fan rasanter Fahrzeuge das Herz zum Stehen bringen, sondern auch die City von Tokio und deren skurrile Bewohner werden hier in faszinierenden Bildern umgesetzt. Fazit: Hirnlose aber das Herz anspornende Sportwagen-Action, diesmal auf Japanisch Moviemans Kommentar zur DVD: Sowohl optisch als auch akustisch bietet die DVD äußerst sauberes Material an, das sich durch umfangreiches aber dabei auch sehr spezielles Bonusmaterial komplimentiert sieht. Bild: Nicht nur farblich, sondern auch schärfetechnisch einwandfrei gestaltet sich das konturierte Bild. Hin und wieder fallen allerdings Rotnuancen ein wenig zu satt aus, als dass es sich noch um Natürlichkeit handeln könnte, was sowohl Gegenstände (rotes Auto, 00:03:49) als auch Hautfarben (Gesicht des Mannes, 00:03:42) betreffen kann, die dann sonnenverbrannt aussehen. In diesem Zuge fallen auch die leicht harten aber dadurch gerade auch ansprechenden Kontraste auf. Detailaufnahmen bieten eine sehr gute Auflösung, so dass auch feinere Fältchen um die Augen griffig modelliert ausfallen (Gesicht, 00:04:32). Dies betrifft auch die Bewegungsschärfe, die auch in rasanten Actionszenen überaus konstant bleibt. Rauschen und Artefakte halten sich angenehm im Hintergrund oder kommen erst gar nicht vor (Himmelsfläche über der Skyline, 00:15:37). Überwiegend bleibt das Bild klar, farbstark und wirklich vorbildlich sauber. Ton: Vor allem die satten Motorengeräusche und das Reifenquietschen übertragen sich voller Kraft und Detailreichtum und sehen in sich zahlreiche, sehr saftige Richtungswechsel integriert (Motorenheulen, 00:27:23). Die Musik tut ihr übriges dazu und treibt den akustischen Spannungsgrad bis ans Maximum. Wenn es kracht, dann kracht es richtig und zwar aus allen Richtungen und mit ordentlichem Bassanteil in den Effekten (Autounfall, 00:08:44), welche wirklich ausgesprochen dick angelegt sind. Dialogtechnisch ist die deutsche Synchronisation dem Original bis auf wenige Feinheiten fast ebenbürtig, obwohl das bei dem akustischen Actionprogramm schon fast nebensächlich sein dürfte. Extras: Die Extras auf der Hauptdisc bestehen aus elf unveröffentlichten Szenen mit einem Kommentar von Regisseur Justin Lin (19:16 Min.), der "Drifting-Schule" (7:39 Min.), einem Feature, in dem erklärt wird, wie das "Driften" mit dem Auto funktioniert sowie "Schauspieler Kamera" (4:24 Min.), was die Mitarbeiter hinter den Kulissen zeigt. Weiter geht's auf Disc 1 noch mit dem Feature "Der große Zusammenbruch: Hans letzte Fahrt" (8:30Min.), welches eine einzelne Autojagdszene durch Mitwirkende kommentiert. Abschließend folgen noch"Aufgemotzt zum Driften" (11:05 Min.), in dem das Wagendesign der Produktion im Zentrum steht, "Der wahre Drift-König" (3:42 Min.), in dem es um die Stuntfahrten geht, "Die Japanische Art" (9:49 Min.), was sich um den Drehort "Tokio" kümmert und das Musikvideo "Conteo" von Don Omar (3:35 Min.). Ein Filmkommentar mit Regisseur Justin Lin ist ebenfalls enthalten. Das Zusatzmaterial auf der Bonusdisc setzt sich zusammen aus einer "Schnuppervorstellung" (27:50 Min.), die einen Blick hinter die Dreharbeiten mit Kommentaren der Mitwirkenden bringt, dem Feature "Frisch von der Straße" (5:00 Min.), das sechs erweiterte Szenen aus "The Fast and the Furious" beinhaltet, die aber leider so leise ausfallen, dass kaum etwas zu verstehen bliebt. Weiterhin gibt es unter "Mehr als Wild" (2:24 Min.) ein bislang unveröffentlichtes, alternatives Ende von "The Fast and the Furious" und unter "Wilde Nachbrenner" (3:25 Min.) zwei neue, nicht veröffentlichte Szenen aus "2 Fast 2 Furious" zu sehen. Als letzten Programmpunkt bietet die Bonusdisc noch "Wie man ein heißes Importauto frisiert" (19:15 Min.), was von Playboy Playmate Dalene Kurtis und Craig Lieberman, dem technischen Berater der Produktion veranschaulicht wird. --movieman.de
